Kraigher Haus

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Land Kärnten

Galerie im historischen Kraigher Haus, Feistritz im Rosental

Programm 2018


Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie im historischen Kraigher Haus, wir haben über den Winter geschlossen und freuen uns schon auf die kommende Saison.

Die erste Vernissage wird Ende Mai / Anfang Juni 2019 stattfinden.

Aktuelle Infos finden Sie auch auf Facebook. Bis zum nächsten Jahr!

Öffnungszeiten

Samstag & Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung.
Über den Winter geschlossen.

Freier Eintritt!

Otto Kraigher-Mlczoch: Gedächtnisausstellung

Die ständige Gedächtnisausstellung dieses kärntnerisch-mährischen Künstlers (1886-1951), der Kindheit und Alter im Kraigher Haus verlebte, zeigt heuer frühe Graphik mit dem Zyklus „Die Jünger des Quod Libet“ von 1910, sowie frisch restaurierte Gemälde der 30er-Jahre, die sich bisher in Tschechien befanden.

Rückblick Programm 2018

Lily Pril „Neues aus Lilys Wonderland“

Zwischen Trash und Pop-Art, farbenkräftig, satirisch und immer hintergründig – im Sommer 2018 gibt es ein Wiedersehen mit den beliebten Charakteren aus Lilys Wonderland: Philip die Maus, Henry der Hund, der kleine Pirat, das eine oder andere Monster oder das Engelchen, das den Teufel neckt – sie alle werden Besucherinnen und Besucher der historischen Galerie im Kraigher Haus zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken bringen. Ob Malerei, Tusche-Zeichnungen, Kollagen oder Comics, in den Werken der Kärntner Künstlerin Lily Pril gibt es keine „toten“ Farben – aber vieles zu entdecken: Denn jeder hat sein Abgründe, selbst die fröhliche Micky Maus.

„Lily Pril inspiriert die Menschen mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Sie bringt Farbe und Freude ins Leben. Mit satirischen Elementen und kleinen, versteckten Gemeinheiten bleibt sie positiv, nie banal, aber auch nicht böse“, so Eberhard und Klaus Kraigher vom Kulturverein Kraigher Haus. Tatsächlich gibt es in den vielfältigen Werken, ob Malerei, Tusche-Zeichnungen, Kollagen oder Comics, keine „toten“ Farben – aber vieles zu entdecken: Denn jeder hat sein Abgründe, selbst die fröhliche Micky Maus.

Die Welt bunt sehen
„Im Kleinen ein ganzes Universum entdecken“, beschreibt die Kärntner Künstlerin ihre Herangehensweise. Ihre Inspirationsquelle sei dabei oft die Natur mit ihren zahlreichen Details, die sie häufig überzeichne. Ihre Werke stellen die Farbkraft der Natur dar, wie sie Pril wahrnehme – also etwas verstärkt. Ihr Ziel dabei: Den Menschen helfen das Positive zu sehen: „Das innere Kind beibehalten – dann sieht man die Welt bunter“.

Feedback und Inputs: Lilys Wonderland auf Sozialen Netzwerken
Einblicke in ihre Arbeitsweise gibt Lily Pril auch auf sozialen Plattformen. Die Künstlerin holt oft Feedback und Anregungen von ihrer Community auf Facebook oder Instagram: Interessierte können so noch tiefer in Lilys Wonderland eintauchen und die Entstehung der Werke beobachten. „Mein Stil und meine Handschrift bestehen – doch ich möchte mir keine Scheuklappen anlegen oder mich einengen. Daher sind mir Feedback und Input, auch durchaus und bewusst während des Arbeitsprozesses, sehr wichtig“, beschreibt Pril ihre untypische Vorgangsweise, die ihr viele Fans im Netz beschert.

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Instagram - Lily Pril

Bilder der Vernissage und der aktuellen Austellung finden Sie hier (Facebook, keine Anmeldung notwendig) oder hier.


Rückblick Programm 2017

Simon Goritschnig: „Gebete & Sitzbilder“

Wurzeln, Zellen, Verästelungen und abstrakte „Urknäuel“ verspinnen sich zu einem Netzwerk ohne Anfang oder Ende und werden so zur visuellen Metapher für die körperinternen Prozesse, die menschliches Bewusstsein möglich machen.

In der Ausstellung, die bis zum 13. August 2017 zu sehen war, wurden Werke aus dem Gedichtband „Gebete & Sitzbilder“ von Alfred Goubran (Drava Verlag) gezeigt sowie Teile der Serie „Ein Leben“. In den Zeichnungen werden verschiedenste Ideen zusammengeführt und verbinden sich zu einem großen Ganzen: wichtige Inspirationen stellen Höhlenmalereien, computergenerierte Fraktale und Wachstumsvorgänge in der Natur dar. Goritschnigs künstlerischen Vorbilder sind bunt gemischt und bewegen sich zwischen den Bereichen Comic, Surrealismus und Skulptur.

„Organische Zeichnungen und surreale Skizzen laden zu Expeditionen in das Unbewusste ein. Frei und assoziativ werden naturwissenschaftliche Betrachtungen mittels Grafik reflektiert und verspinnen sich zu einer Welt, in der alles mit allem verbunden ist“, erläutern Eberhard und Klaus Kraigher vom Kulturverein Kraigher Haus. Impressionen der Ausstellung finden Sie hier oder auch auf Facebook (keine Anmeldung notwendig).

Stefan Kreiger: „Fleischfresser“ - graphische Arbeiten

Die Serie Vulgar Display of Power ist das homogene Resultat von Atelieraufenthalten in Budapest und Wien. Der Künstler Stefan Kreiger entdeckt hier erneut seine Affinität zur Zeichnung in einer sehr flüssigen und intensiven Arbeitsperiode. Die großformatigen Zeichnungen entstehen aus Einzelbildern, die wie Puzzlestücke während des intuitiven Schaffensprozesses, nach eigenen Vorlieben, spontan und teils zufällig zu komplexen Bildkompositionen wachsen. Oder es sind zuvor erdachte und konstruierte Szenen, die wiederum eher durch ihre Strenge zu bestechen wissen. In beiden Fällen liegt den Werken eine gewisse collageartige Herangehensweise zugrunde.

Die Arbeiten weisen Verwandtschaften zu Bereichen wie: Comic, politische Zeichnung, Illustration auf, forcieren diese aber nicht, sondern zitieren frei aus Versatzstücken. In ihrer seriellen Natur, als Konvolut, präsentieren sie sich auf den zweiten Blick womöglich subtiler, wenn man sich an die grobe Bildsprache gewöhnt hat, die sich in einem sehr konzentriert dichten und disziplinierten Zeichenstrich manifestiert. Thematisiert wird die Maskerade, das Verkleiden, bestimmte Rollenbilder, die wir annehmen oder in die wir gedrängt werden, ob das nun in einem politischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Umfeld passiert – etwas, das sich durch das Gesamtwerk des Künstlers zieht.

Betitelt, sozusagen, als ein derbes Zurschaustellen von Macht in der unreflektierten Tradition einer patriarchalen Gesellschaftsordnung, wie wir das in den genannten Bereichen, vielen weiteren und auch deren Subgenres finden können - in einer schier unglaublichen Fülle, sodass wir den selbstverständlichen Umgang damit im Alltag bereits nicht mehr in Frage stellen. Die sehr narrativen Werke zeugen von einer multimedialen Überladung, benützen diese, drehen durch den Fleischwolf, überzeichnen wortwörtlich und generieren dabei Neues - das gewissermaßen diese Auseinandersetzung wiederum dokumentiert. Die Lust am Erzählen gleichermaßen wie am Medium selbst, ist zu spüren. Die Ausstellung war bis zum 17. September 2017 im Kraigher Haus zu sehen.

Der aus Kärnten stammende Künstler ist Absolvent der Universität Mozarteum Salzburg. Er widmet sich mit seinen graphischen Arbeiten zeitkritischen Themen. Zahlreiche Ausstellungen in Salzburg und Wien. Kreiger war Artist in Residence in Salzburg, Wien, Budapest und 2016 in Warschau. Lebt und arbeitet in Salzburg und Wien. 2017 erhielt er von der Stadt Salzburg ein USA-Stipendium.
Impressionen der Ausstellung finden Sie hier oder auch auf Facebook (keine Anmeldung notwendig).
http://www.stefan-kreiger.com/